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Rindenkompost im Garten

Rindenkompost stärkt die Bodenstruktur, speichert Wasser und macht Gärten widerstandsfähig gegen Trockenheit. Warum Bodenpflege im Februar und März entscheidend ist.

Rindenkompost im Garten

Warum Rindenkompost mehr kann als nur hübsch aussehen

Im Februar steht der Garten da wie nach einer langen Nacht. Still. Ein bisschen zerzaust. Und viele denken: «Ach, jetzt passiert ja eh noch nichts.» Doch genau jetzt passiert das Entscheidende. Nicht sichtbar, nicht spektakulär – aber grundlegend. Denn bevor oben etwas wächst, entscheidet sich unten, wie gut es wachsen darf.

Während andere durch bunte Kataloge blättern und neue Pflanzen planen, hat sich Ueli Joho in den letzten Monaten eingängig mit etwas beschäftigt, das selbstverständlich klingt: mit dem Boden. Genauer gesagt mit Rindenkompost. Und nein, nicht Rindenmulch! Nicht als hübsche Abdeckung, sondern als Antwort auf eine ganz einfache Frage: Wie schaffen wir es, dass Gärten auch in trockenen Sommern gesund bleiben? Die Zukunft des Gartens entscheidet sich nicht an der Oberfläche. Sie beginnt unter unseren Füssen.

Klimawandel beginnt im Boden

Jeder mit nur einem Quadratmeter Grünfläche merkt es längst selbst: Der Sommer wird länger. Die Hitze intensiver. Und plötzlich reicht es nicht mehr, einfach ab und zu den Schlauch auszulegen. Der Boden trocknet schneller aus, wird hart wie eine Kruste und lässt das Wasser kaum noch hinein. Man giesst – und hat das Gefühl, es läuft einfach davon.

Ein Boden mit wenig Humus ist wie ein Schwamm, der schon lange nicht mehr gepflegt wurde: Er kann kaum noch Wasser aufnehmen, geschweige denn speichern. Die Wurzeln finden keinen lockeren Halt, Regenwürmer packen ihren Hut, ziehen weiter und das Bodenleben wird immer ruhiger. Wenn dann Pflanzen schwächeln, wird oft an Dünger gedacht. Dabei liegt das Problem viel tiefer. Wer einen Garten will, der mit Hitze umgehen kann, muss dem Boden wieder beibringen, Wasser zu halten und Leben zu tragen.

Ein Blick zurück zu den Mayas

Das klingt alles modern – ist es aber nicht. Schon die Mayas wussten, dass fruchtbarer Boden kein Zufall ist. Sie bauten Terrassen, sammelten organisches Material und sorgten dafür, dass Nährstoffe im Kreislauf blieben. Sie arbeiteten mit der Natur, nicht gegen sie. Kein Kunstdünger, keine Schnelllösung, kein «Hauptsache es sieht jetzt sofort gut aus».

Was sie verstanden haben, ist simpel: Fruchtbarkeit entsteht langsam. Sie wächst mit jedem Blatt, das zurück in den Boden darf, mit jedem Stück Holz, das verrottet und neues Leben ermöglicht. Nachhaltigkeit war für sie kein Trend, sondern Überlebensstrategie. Vielleicht lohnt es sich, wieder ein bisschen von diesem Denken zu übernehmen. Es hat schliesslich ziemlich lange gut funktioniert und das wäre auch heute noch so. Die Praxis hat sich nicht verändert, wahrscheinlich nur unsere Sichtweise und die Geduld …

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